1.600 Drohnen über Vukovar
Über dem humanitären Konzert in Vukovar standen 1.600 Drohnen, 600 davon Hybriden mit adaptiertem Feuerwerk am Fluggerät. SMIA war mit der eigenen Flotte vor Ort, Peter Smiatek hat die Show vorbereitet und selbst geflogen. Dreizehn Showelemente vor rund 100.000 Menschen, bewusst als Display angelegt und nicht als Show.
Details
Drohnenshow Vukovar: 1.600 Drohnen, 600 davon mit Pyrotechnik
Am 29. August 2026 stand über der Gospodarska zona in Vukovar ein Drohnen-Display aus 1.600 Drohnen. 600 davon waren Hybriden: Lichtshow-Drohnen mit zusätzlich adaptiertem Feuerwerk. Anlass war das humanitäre Konzert „Vukovar – Zajedno za budućnost“ von Marko Perković Thompson, nach Angaben des Veranstalters vor rund 100.000 Besuchern. SMIA war mit der eigenen Flotte vor Ort. Geschäftsführer Peter Smiatek hat die Show vorbereitet und selbst geflogen. Partner der Produktion waren Mirnovec Pirotehnika aus Kroatien und Giuliani Fireworks aus Italien.
Die Zahl, auf die es ankommt, ist nicht die 1.600. Es ist die 600.
Was 600 Hybrid-Drohnen bedeuten
Eine Hybrid-Drohne trägt beides: das Bild und den Effekt. Sie fliegt wie jede andere Lichtshow-Drohne in der Formation und zündet zu einem exakten Zeitpunkt ihren pyrotechnischen Satz. Danach hat sie eine veränderte Flugcharakteristik. Jede einzelne muss vorher geprüft, bestückt, verwogen und der Flugbahn zugeordnet werden. Bei 600 Einheiten wird aus einer Choreografie eine Logistikaufgabe mit pyrotechnischer Freigabe.
Der Aufwand liegt nicht im Flug, sondern davor: in der Bestückung, der Verwiegung, der Zuordnung jeder einzelnen Drohne zu ihrer Flugbahn und in der Ersatzplanung. Wer Pyrotechnik am Fluggerät einsetzt, plant sie vom ersten Tag an mit und nicht als Zusatz am Ende.
Zum Vergleich: Beim Rietberger Himmelsleuchten 2025 haben wir 350 Drohnen mit adaptiertem Feuerwerk kombiniert. Es war die erste behördlich genehmigte Pyro-Drohnenshow in Deutschland. Vukovar war derselbe Ansatz in anderer Größenordnung.
Ein Drohnen-Display, keine Show
Wir nennen die Dinge beim Namen, auch wenn es der eigenen Referenz Größe nimmt: Was in Vukovar am Himmel stand, war ein Drohnen-Display und keine Show im dramaturgischen Sinn.
Der Auftrag verlangte Motive, keine Erzählung. Dreizehn Showelemente: Symbole, Wappen und Logos, dazu zu Beginn ein überlebensgroßes Königsporträt und ein Reiterstandbild. Jedes Bild stand für sich und hatte seinen Platz im Ablauf des Konzerts. Für diesen Anlass war das die richtige Form. Ein Publikum von 100.000 Menschen, verteilt über ein Industriegelände, liest große, klare Zeichen und folgt keiner achtminütigen Dramaturgie.
Woran sich Display, Parade und Show unterscheiden und warum die Frage bei jedem Angebot gestellt gehört, steht in unserem Beitrag Gute Drohnenshow erkennen.
Drei Häuser, ein Luftraum
Die Produktion entstand als Zusammenarbeit von SMIA mit Mirnovec Pirotehnika und Giuliani Fireworks. Drei Unternehmen aus drei Ländern, ein gemeinsamer Luftraum, ein gemeinsamer Zeitplan. SMIA hat dabei die eigene Flotte gestellt, die Show vorbereitet und geflogen.
Was dabei zählt, ist nicht die Addition von Flotten, sondern die Abstimmung: eine Startfläche, eine Freigabekette, ein Timecode, an dem Drohnenflug, Bodenpyrotechnik und Bühnenablauf hängen. Wer schon einmal zwei Gewerke synchronisiert hat, weiß, dass der Aufwand mit jedem weiteren Beteiligten nicht linear wächst.
Was Veranstalter daraus mitnehmen
Die Drohnenshow Vukovar zeigt vor allem eines: Größe ist planbar. 1.600 Drohnen sind kein Risiko, wenn Startfläche, Genehmigungsweg und Redundanzen vorher stimmen. Pyrotechnik am Fluggerät ist ebenfalls planbar, sie verlängert aber den Vorlauf, weil sie eine eigene Freigabe braucht und weil die Ersatzplanung mitgedacht werden muss.
Wer für sein Event über diese Größenordnung nachdenkt, sollte drei Dinge früh klären: welche Form die Veranstaltung wirklich verlangt, Display oder Show, ob Pyrotechnik am Fluggerät für den Ort genehmigungsfähig ist, und wie die Ersatzplanung für bestückte Geräte aussieht. Beides beantworten wir vor dem Angebot, nicht danach.

1.600 Drohnen über Vukovar













